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Guten Abend, heute ist der 23.11.2017
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Eine Gemeinde in Marxloh

Duisburg-Marxloh ist geprägt von seiner Zuwanderungsgeschichte, die eng an Wohl und Wehe der stahlverarbeitenden Industrie geknüpft ist.

Im 19. Jahrhundert strömten Menschen aus ganz Europa nach Marxloh, weil es hier Brot und Arbeit gab. Niemand wird hierher gekommen sein, weil es landschaftlich so schön ist. Heute würde man von unseren Vorfahren als Wirtschafts- oder Armutsflüchtlingen sprechen. Aus den paar Bauernhöfen im Einzugskreis der Abtei Hamborn wurde eine Großstadt.

Die Industrie erlebte in den Jahren ein Auf- und Ab, das sich immer wieder in der sozialen Lage der Menschen widerspiegelte. Die beeindruckenden Bauten aus der Gründerzeit, zu der auch unsere Kirche gehört, verweisen auf Wohlstand und Sicherheit.

Mit dem Rückgang der Industrie stieg die Not der Menschen. Viele "angestammte" Marxloher sind weggezogen. In die leeren Wohnungen und Häuser ziehen seit einiger Zeit zunehmend Menschen aus Südost-Europa. Sie tun das, was unsere Vorfahren 100 Jahre vorher auch getan haben.

Zum Zuzug aus Südosteuropa gibt es im Moment keine sehr validen Zahlen. Es werden wohl um die 17.000 Menschen sein, die sich in Duisburg und dabei überwiegend im Duisburger Norden aufhalten. Dadurch verändern sich die Bevölkerungszahlen erheblich.

Bisher weisen die Statistiken etwa 60 % Menschen mit Migrationshintergrund in Marxloh aus, bei den Kindern über 90 %. Fast alle sind muslimischen Glaubens.

Im Ruhrgebiet hat man durch die Jahrzehnte des gemeinsamen Lebens einen unerschütterlichen Pragmatismus entwickelt, der jenseits einer schönfärbenden Sozialromantik ein gelingendes Miteinander ermöglicht. Weder links- noch rechtsextreme Gruppierungen fassen hier Fuß. Und das ist auch gut so.

 

Als Petershof arbeiten wir im sozialen Bereich überwiegend mit Menschen zusammen, die muslimischen Glaubens sind. Daher besteht eine enge Verbundenheit zu verschiedenen Moscheegemeinden. Viele persönliche Kontakte sind geknüpft worden und zeugen von einem stabilen Fundament.

Im Petershof sind auch Menschen muslimischen Glaubens beschäftigt. Dabei achten wir auf die unterschiedlichen religiösen Identitäten und werden ebenso in unserem katholischen Glauben respektiert und geachtet. 

 

 




Friedensgebet mit muslimischen, alevitischen, jüdischen, evangelischen und katholischen Vertretern bei uns in St. Peter.



Unser Krankenwagen beim nachbarschaftlichen Einsatz an der Merkez-Moschee.




Gemeinsam schildern wir Bundesminister Sigmar Gabriel die Lage in Marxloh




Fr. Dr. Rauhut bei der Schulung von Gesundheitsmultiplikatorinnen in einer Moschee